Tai Chi Verein Taunusstein e.V.
                             
                      
                                                  
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Seminar 03. - 05. Juni 2011 mit Meister Dr. Wang Zhi Xiang in Lugano

Das Seminar von Wang bestand in diesem Jahr aus zwei Teilen, ein Tag Qigong und TCM, zwei Tage Taiji. Zusätzlich führte uns Dr.Wang am
ersten Abend in die Kunst der Chinesischen Kalligraphie oder Shufa ein.

Am ersten Tag ging es umenergetische, therapeutische und kämpferische Aspekte im Qigong. Die Klopfmassage wurde vertieft, die wir  bereits im vergangenen Seminar kennengelernt hatten. Den größten Teil des Tages beanspruchte das Qigong der Meridiane, von ihm als "Medizinisches Qigong" bezeichnet, welches wir bereits in Spiazzi 2008 und in unserem ersten Seminar in Lugano 2009 kennenlernten. Diesmal allerdings mit dem Schwerpunkt auf die gesundheitliche Wirkung der einzelnen Übungen. Dazu kamen weitere Übungen, die die Meridiane aktivieren und durchlässig machen.

Die Einführung in Shufa war praxisorientiert. Alle bekamen einen Pinsel und Konzeptpapier und los ging es. Auch die ganz einfachen Zeichen wie Punkt und Strich hatten es in sich. Es machte sehr viel Spaß und führte zu erstaunlichen Ergebnissen, die mit dem Stempel des Meisters belohnt wurden.

Der zweite Tag befaßte sich vor allem mit dem zweiten Teil der 85-er Form in Ausführung und Anwendung.
Großen Wert legte Dr.Wang auf die Bewegung der Hüfte bzw. die Verlagerung des Gewichts von einem
Bein auf das andere, die keine einfache Verschiebung des Gewichts von rechts nach links ist, sondern
man sinkt rechts, hebt das Gewicht in einem Bogen und sinkt links. Nur so kann vom belasteten Bein
Ausdehnung erfolgen.

Sich selbst und den Gegner spüren war eines der Themen  des dritten Tages. Man spürt mit der  Haut, nicht
mit den Muskeln oder Knochen. Dr.Wang behandelte außerdem den dritten Teil der 85-er Form in
Ausführung und Anwendung. Nachmittags war dann Tuishou an der Reihe, wo dann die Anwendungen in der Praxis getestetwurden. Als besonderen Leckerbissen kam zum Abschluß die sogenannte zweite Form, viel weicher und fließender als die bisher geübte 85-er Form.

Ein Leitmotiv dieses Seminar war auch die Bedeutung der Vorstellungskraft Yi. Die Tage in Lugano waren vollgestopft mit Neuem und Bekanntem, in der angenehmen Atmosphäre der Schule von Maestro Isidoro Li Pira und der uns recht gut bekannten Teilnehmer.